In schnell skalierenden Supplement-Brands vermittelt kanalbezogenes ROAS-Reporting anfangs ein Gefühl von Kontrolle. Doch sobald Multichannel-Strategien, Abo-Modelle und Rabattaktionen ins Spiel kommen, wird der ROAS oft zur reinen Diskussionsgrundlage – und verliert seinen Wert als echtes Entscheidungswerkzeug.
Hier setzt die ROI Formula for Supplement Manufacturers an: Sie ersetzt oberflächliche Plattform-Metriken durch eine klare Gewinnlogik und bringt Marketing und Finance auf denselben Nenner. Statt Kampagnen nur nach zugeschriebenem Umsatz zu bewerten, fokussierst du dich auf den tatsächlichen Gewinnbeitrag.

Die ROI-Formel einfach erklärt
Die Formel liefert die Antwort auf die wichtigste Frage: Erzeugen Ads, Influencer oder E-Mails echtes, profitables Wachstum, wenn alle Kosten abgezogen sind?
ROI = (Gewinnbeitrag minus Marketingkosten) / Marketingkosten
Um verlässliche Zahlen zu erhalten, musst du folgende Faktoren zwingend in deinen Gewinnbeitrag einrechnen:
- COGS (Herstellungskosten) und Deckungsbeitrag pro Produkt oder Bundle
- Rabatte, Promotions und Zahlungsgebühren
- Fulfillment, Versand, Lagerung und Retouren
- Kannibalisierungseffekte zwischen verschiedenen Kanälen (z. B. Brand vs. Non-Brand)
Die 5 Schritte zur Umsetzung
Warte nicht auf den nächsten Quartalsbericht. Setze diese Logik um, bevor du Budgets verschiebst, neue Produkte launchst oder große Sales planst.
- Deckungsbeitrag fixieren: Berechne eine belastbare Marge pro SKU und Bundle (inklusive Versand, Retouren und Gebühren).
- Kunden segmentieren: Trenne Neukunden streng von Bestandskunden. Letztere haben deutlich bessere Conversion Rates und verfälschen sonst deine echten Akquisitionskosten (CAC).
- Kampagnen strukturieren: Nutze strikte Namenskonventionen (Kanal, Ziel, Offer, Brand vs. Non-Brand), um Profitabilität sauber auswerten zu können.
- Inkrementalität testen: Vertraue nicht blind auf Plattform-Attribution. Nutze Geo-Holdouts oder Lift-Tests, um zu sehen, ob der Umsatz auch ohne die Ad entstanden wäre.
- Leitplanken definieren: Setze klare operative Ziele, wie z. B. einen Ziel-CAC basierend auf einem konservativ berechneten LTV, oder einen minimalen ROI pro Kanal, um gesund zu skalieren.
Für wen ist dieser Ansatz gedacht?
Die Methode ist ideal für Brands ab ca. 1 Million Euro Jahresumsatz. DTC-Gründer, CMOs, Growth Leads und Finance-Teams profitieren massiv, da sie Fehlallokationen vermeiden, Diskussionen reduzieren und Budgets nach Profit statt nach Plattform-Bias steuern.
Wie Admetrics dich dabei unterstützt
Admetrics macht diese ROI-Logik in der Praxis steuerbar. Statt plattformgetriebenem Bias siehst du die echte inkrementelle Wirkung deiner Maßnahmen über alle Kanäle hinweg. Du erkennst, welche Kampagnen wirklich Neukunden bringen, wo Retargeting nur bestehende Nachfrage abschöpft und wie sich die Profitabilität deiner Abo-Kohorten entwickelt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ): Von ROAS zu ROI
1. Warum reicht der ROAS (Return on Ad Spend) für skalierende Supplement-Brands oft nicht mehr aus?
Anfangs vermittelt der ROAS ein trügerisches Gefühl von Kontrolle. Sobald eine Brand jedoch wächst und komplexe Faktoren wie Multichannel-Marketing, Abo-Modelle und regelmäßige Rabattaktionen hinzukommen, verliert die Metrik an Aussagekraft. Der ROAS wird dann oft nur noch zur Diskussionsgrundlage, anstatt ein verlässliches Werkzeug für fundierte, profitable Geschäftsentscheidungen zu sein.
2. Was ist das Kernziel der „ROI Formula for Supplement Manufacturers“?
Das Hauptziel ist es, oberflächliche und oft fehlerhafte Plattform-Metriken (wie den ROAS) durch eine glasklare Gewinnlogik zu ersetzen. Anstatt Kampagnen nur nach dem rein zugeschriebenen Umsatz zu bewerten, rückt der tatsächliche Gewinnbeitrag in den Fokus. Das bringt zudem die Marketing- und Finance-Teams auf einen gemeinsamen Nenner.
3. Wie lautet die ROI-Formel und was sagt sie genau aus?
Die Formel beantwortet die entscheidende Frage, ob Werbemaßnahmen nach Abzug aller Kosten wirklich profitables Wachstum generieren. Sie lautet:
- ROI = (Gewinnbeitrag minus Marketingkosten) / Marketingkosten
4. Welche Kostenfaktoren müssen zwingend in den Gewinnbeitrag eingerechnet werden?Um verlässliche und nicht geschönte Zahlen zu erhalten, dürfen keine versteckten Kosten ignoriert werden. Folgende Faktoren müssen abgezogen werden:
- COGS (Herstellungskosten)
- Rabatte, Promotions und Zahlungsgebühren
- Fulfillment, Versand, Lagerung und Retouren
- Kannibalisierungseffekte zwischen verschiedenen Kanälen (z. B. Brand-Search vs. Non-Brand-Search).
5. Warum ist die strikte Trennung von Neu- und Bestandskunden so wichtig?
Bestandskunden haben in der Regel deutlich höhere Conversion Rates, da sie der Marke bereits vertrauen. Wenn man diese Daten mit denen von Neukunden vermischt, wird der Customer Acquisition Cost (CAC) künstlich gedrückt und verfälscht. Nur durch eine saubere Trennung weißt du, was dich ein echter Neukunde wirklich kostet.
6. Was bedeutet es, die "Inkrementalität" zu testen, und warum sollte man Plattform-Attributionen misstrauen?
Werbeplattformen (wie Meta oder Google) schreiben sich Verkäufe oft selbst zu, auch wenn der Kunde ohnehin gekauft hätte. Um zu prüfen, ob ein Verkauf wirklich (inkrementell) durch die Werbeanzeige entstanden ist, solltest du nicht blind den Dashboards vertrauen. Stattdessen werden Methoden wie Geo-Holdouts oder Lift-Tests empfohlen, um den echten Mehrwert der Anzeige zu messen.
7. Was sind „Leitplanken“ und wie helfen sie beim Skalieren der Brand?
Leitplanken sind klare, vorab definierte operative Ziele, die verhindern, dass Budgets unprofitabel verbrannt werden. Beispiele hierfür sind:
- Ein Ziel-CAC (Kundenakquisitionskosten), der auf einem konservativ berechneten LTV (Customer Lifetime Value) basiert.
- Ein definierter minimaler ROI, den jeder Marketingkanal erreichen muss, um als gesund zu gelten.
8. Für welche Unternehmensgröße und Zielgruppe ist diese ROI-Methode gedacht?
Dieser Ansatz ist nicht für blutige Anfänger, sondern primär für Supplement-Brands und E-Commerce-Unternehmen ab einem Jahresumsatz von ca. 1 Million Euro gedacht. Besonders DTC-Gründer, CMOs, Growth Leads und Finance-Teams profitieren davon, da sie so Fehlallokationen von Budgets vermeiden.
9. Wie strukturiere ich meine Kampagnen richtig, um die Profitabilität auswerten zu können?
Der Schlüssel liegt in strikten Namenskonventionen. Kampagnen müssen so benannt und strukturiert werden, dass sofort klar ist, um welchen Kanal, welches Ziel, welches Angebot (Offer) und ob es sich um Brand- oder Non-Brand-Traffic handelt. Nur so lassen sich die Daten später sauber auswerten.
10. Welche Rolle spielt das Tool Admetrics in diesem Prozess?
Admetrics macht diese theoretische ROI-Logik in der Praxis steuerbar. Es beseitigt den "Plattform-Bias" (die verzerrte Eigendarstellung der Werbenetzwerke) und zeigt die echte inkrementelle Wirkung aller Maßnahmen. Das Tool hilft dabei, echte Neukunden-Gewinnung von reinem Retargeting zu unterscheiden und trackt, wie profitabel sich spezifische Abo-Kohorten über die Zeit entwickeln.


